Auf den Spuren des einheimischen Bibers

In Dietersheim ist der Biber in aller Munde. Der eine freut sich über die für so ein kleines Tier erstaunlichen Bauten. Ein anderer ärgert sich über die ab- und angenagten Bäume oder die überfluteten Wiesen und hat dadurch auch erheblichen finanziellen Schaden. 

Der fleißige Biber ist in unserer Region sehr aktiv. Überall im Aischtal können sogar ungeübte Beobachter Spuren des Bibers entdecken. Es finden sich an diversen Stellen Zeugnisse der Arbeit des Tieres. 

Was Erwachsene beschäftigt, interessiert auch die Kindern in der Gemeinde Dietersheim. So traf es sich gut, dass das Team der AWO Einrichtung auf eine Aktion von Bund Naturschutz aufmerksam wurde. Deshalb trat das pädagogische Personal in Verbindung mit den Initiatoren der Aktion „Biber-Rucksack“. Dieser beinhaltet viele verschiedene interessante Gegenstände zum Thema Biber und kann von Schulen, Kindergärten, anderen pädagogisch geführten Einrichtungen, aber auch von Privatpersonen ausgeliehen werden. Der Bund Naturschutz möchte dadurch die breite Masse ansprechen und über Europas größten Nager informieren.
Die Kinder des AWO Kindergartens und des AWO Horts hatten jeweils im Juni für eine Woche  den Rucksack ausgeliehen. 

Erfahrungsbericht aus dem Hort 

Mit umfassendem Anschauungsmaterial kam uns dabei der „Biberrucksack“ des „Bund Naturschutz“ zur Hilfe. Neben den verschiedenen Büchern und Broschüren, die erzählten wo und wie der Biber lebt, waren die Kinder besonders von den echten Körperteilen des Bibers fasziniert. Hautnah das Biberfell fühlen, die Schädelknochen mit den Zähnen oder den Pfotenabdruck betrachten und berühren zu können war spannend. Bemerkenswert fanden die Kinder, dass die Zähne des Baumeisters orange und nicht weiß wie in einer Werbung für Zahnpasta sind. Und wie es sich für einen Baumeister gehört, besitzt er eine Kelle, seinen Schwanz.

Doch genug der lehrreichen Theorie und wir gingen raus in den natürlichen Lebensraum des großen Nagers. An der Aisch mussten wir nicht lange suchen, bis wir stark angenagte Bäume entdeckten, ein paar waren sogar schon umgestürzt. Die Biberrutschen waren etwas schwieriger zu finden und wir suchten ziemlich lange die Ufer ab. Doch wurden wir auch hier fündig. Da es kurz zuvor geregnet hatte, konnten wir sogar deutlich die Abdrücke der Vorderpfoten in der Erde erkennen. Eine Biberburg fanden wir nicht, aber das teilweise dicht bewachsene Ufer versperrte uns die freie Sicht. So steht die Suche danach noch einmal auf dem Programm, eventuell zu einer Jahreszeit mit weniger starkem Pflanzenwuchs. Auch unser Hauptakteur ließ sich nicht sehen. Da er, wie wir gelernt hatten, eher dämmerungs- und nachtaktiv ist, hatten wir das schon vermutet. Doch die Kinder bemühten sich, in der Hoffnung das scheue Tier doch noch zu erblicken, leise zu sein. Wie gut, dass wir durch den Biberrucksack die Möglichkeit hatten, ihm so nahe zu kommen.      

„Letztendlich werden wir nur das schützen, was wir lieben, wir werden nur das lieben, was wir verstehen und wir werden nur das verstehen, was uns gelehrt wird.“ (Baba Dioum)

In diesem Sinne konnten wir erfahren, was für ein aktives und interessantes Tier der Biber ist,  das jedoch auch große Schäden in der Land- und Forstwirtschaft anrichten kann. 

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